Leinsamenschleim
Leinsamenschleim ist ein wunderbares, altes Hausmittel um Schleimhäute zu schützen. Es kann bei Sodbrennen und Nüchternbrechen helfen und in manchen Fällen sogar Magensäureblocker wie Omeprazol ersetzen.
Zubereitung
- 2-3 Esslöffel geschrotete Leinsamen
- 250 bis 500ml Wasser
Die geschroteten Leinsamen über Nacht im Kühlschrank im Wasser einweichen lassen. Mit der Menge des Wassers kann man den Grad der Schleimigkeit steuern.
Am Morgen die Mischung dann kurz aufkochen und durch ein feines Sieb oder Mull geben. Damit trennt man den Schleim ab, der dann gefüttert wird.
Goldgelbe Leinsamen wirken etwas besser als braune, aber der Unterschied ist so gering, dass man auch braune nehmen kann.
Verwendung
Idealerweise gibt man den Leinsamenschleim jeweils kurz vor einer Mahlzeit. Man kann ihn aber auch löffelweise über den Tag verteilt füttern, wenn man merkt, dass dem Hund noch unwohl ist.
Anzeichen für Schmerzen in diesem Fall sind beim Hund: - speicheln/sabbern - schmatzen - häufiges strecken und herunterbeugen in "Spielverbeugung"
Theoretisch funktioniert der Leinsamenschleim auch für Katzen. Allerdings wird er von den wenigsten Katzen freiwillig angenommen.
Hunde fressen den Leinsamenschleim meist freiwillig. Falls die Abneigung zu groß ist, kann man mit der Wassermenge die Schleimigkeit beeinflussen oder irgendetwas leckeres wie Fleischsaft oder Joghurt in einer kleinen Menge darin verrühren.
Wenn die Symptome nachlassen kann man nach ca. 4 Wochen versuchen den Leinsamenschleim wieder weg zu lassen. Manchmal ist es so, dass er zu manchen Tageszeiten noch länger gebraucht wird - über Nacht oder am Morgen - und den Rest des Tages schon nicht mehr.
Wirkung
Im Gegensatz zu Magensäureblockern wie Omeprazol greift Leinsamenschleim nicht in die Produktion der Magensäure ein und behindert damit nicht die Verdauung. Der Schleim legt sich einfach mechanisch über die Schleimhäute und bewirkt dadurch einen Schutz und eine Beruhigung.